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14. Die Schaffung eines einheitlichen Wochenmarktes -
      der gescheiterte Versuch in Sachsenhausen



In seinem Bestreben, den Wochenmarkt räumlich zusammenzuhalten, wird der Magistrat in Zukunft bestärkt durch die Erfahrung, die man in Sachsenhausen gemacht hatte. Das Polizeipräsidium hatte im Jahre 1874 dem Magistrat empfohlen, wegen der Zunahme der Bevölkerung der linken Mainseite und des Raummangels auf dem neuen Marktplatz an der Hasengasse - einem mehrfach bekanntgewordenen Wunsch von Bewohnern Sachsenhausens entsprechend - versuchsweise einen neuen Marktplatz im Stadtteil Sachsenhausen einzurichten. Der Magistrat hatte dieser Anregung zugestimmt. Davon versprach er sich für die dortigen Einwohner eine Erleichterung in der Beschaffung ihrer Lebensmittel und für die Gärtner, die ja nicht in geringer Zahl von "Dribb - de - Bach" kamen,  eine bequemere Absatzgelegenheit bei gleichzeitiger Entlastung des Haupmarktes.


Als geeignetste Lage hatte man den freien Platz vor dem Affentor gefunden. Dieser Markt hat aber offensichtlich weder von Seiten der Händler noch der Konsumenten Zuspruch erhalten.
In einem Bericht der Stadtkämmerei vom 16.08.1875, in dem Überlegungen wegen der Neueinteilung der Plätze auf dem Markt angestellt werden, wird auf den "vollständig mißlungen Versuch, einen Zweitmarkt in Sachsenhausen einzurichten...", hingewiesen.


Von jener Erfahrung lässt man sich auch bei kommenden Erörterungen der Frage, wie man dem Platzmangel auf dem Markt abhelfen könnte, leiten. Man stellt dabei den Grundsatz auf, dass die in den Wochenmarkt einbezogenen Strassen in unmittelbarer Verbindung mit den anderen Teilen des Marktes stehen müssen, weil getrennte Marktteile nicht oder nur mässig besucht würden. Die Käufer bevorzugen den Hauptmarkt, da dieser ihnen eine erschöpfende Auswahl zu marktgerechten Preisen bietet. Da die Hasengasse, das Trierische Plätzchen und die Bornheimer Strasse (später Börnestrasse) für Marktzwecke bereits in Anspruch genommen sind, ersucht der Magistrat in einer Eingabe vom 17.08.1875 den Polizeipräsidenten um seine Zustimmung, die westliche Seite der Judengasse in den Marktbereich einzubeziehen.


Um die Marktverhältnisse zu bessern, beschliesst die Stadtverordnetenversammlung am 12. 10. 1875, das vormals Binding`sche Haus, Fahrgasse 119, das von der Stadt vorzugsweise zur Fortsetzung der Bornheimer Strasse nach der Hasengasse hin erworben worden war, abzutragen, um so "... eine wünschenswerte Vermehrung der Marktplätze und eine bessere Verbindung der für die Marktzwecke dienenden Bornheimer Strasse und der inzwischen ebenfalls in den Marktbereich eingezogenen Judengasse mit dem Hauptmarkt herbeizuführen".

 


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