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4. Marktplätze und Marktzeiten

 

Der Druck auf auf den Wochenmarkt setzt sich in der Folge fort. Laut einer städtischen Urkunde des Jahres 1573 wurde der Krempelmarkt (Waffen und Hausrat) hinter das Pfarreisen verlegt und der ganze übrige Marktverkehr (mit Ausnahme des Fischmarktes) von da ab vom Samstagsberg in die Krämergasse hineingedrängt, welche davon den Namen "Alter Markt" erhielt. Der Platz vor dem Steinernen Haus hiess 1584 der Habermarkt, im 18. Jahrhundert nach den dort verkauften Küchenkräutern "Kräutermarkt". Der Hühnermarkt wanderte vom Eckhaus "Zum Engel" nach dem Freithof,  welcher bald "Hühnermarkt" genannt wurde.

 

Der Wochenmarkt erstreckte sich nunmehr vom Römerberg über den Alten Markt bis hinter das Pfarreisen und um den Dom herum über den Kräutermarkt und Töpferhof bis zum Garküchenplatz, alles Namen, die sich zum Teil  bis in die heutige Zeit erhalten haben.


In einer Urkunde von 1311 ist erwähnt, dass der Markt jede Woche Dienstag und Samstag stattfindet. An die Stelle des Dienstages ist bald der Mittwoch getreten, während der Samstag durch die Jahrhunderte Markttag geblieben ist. Der Verkauf auf dem Markt war auf die Tagesstunden beschränkt, und zwar von 6 - 13 Uhr (an den Samstagen bis 18 Uhr), in den Wintermonaten ab 7 Uhr bei gleichem Marktschluss.

 
Während der in Frankfurt grassierenden Pestepedemien wurde der Wochenmarkt mehrfach auf die Zeil verlegt, so zum Beispiel im Jahre 1625. Der "Alte Markt" war im 17. Jh. ausschliesslich den Gärtnern für den Verkauf ihrer Waren freigehalten, die auch noch auf dem Römerberg und vereinzelt auf dem Domplatz sassen. Auf dem Weckmarkt und dem Samstagsberg war der Buttermarkt, auf dem Letzteren stand in der Nähe des "Rosenecks" die amtliche Butterwaage. Auf dem Hühnermarkt hatte das Geflügel seinen Platz und hinter dem "Lämmchen" sassen die Dorfbäcker der näheren Umgebung und boten ihre Ware feil. Ebenso auf dem Weckmarkt, wo die Oberräder Bäcker hauptsächlich vertreten waren. Auch auf dem Börneplatz wurden früher Wochenmärkte (Judenmarkt) abgehalten, die für Juden insofern von Bedeutung waren, als hier das Geflügel von jüdischen Händlern verkauft wurde.

 


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