16. Die Grossmarkthalle ("Gemieskerch")
Die Grossmarkthalle im Frankfurter Stadtteil Ostend war von 1928 bis zu ihrer Schliessung am 04.Juni 2004 ein gewerblicher Grossmarkt, in dem vorwiegend Obst und Gemüse gehandelt wurde.
Der von Martin Elsaesser entworfene wuchtige Bau am rechten Mainufer, der sich unmittelbar an den Frankfurter Osthafen anschliesst, wurde am 25. Oktober 1928 eingeweiht.
Mit 220 Metern Länge, 50 Metern Breite und einer Höhe zwischen 17 und 23 Metern der seinerzeit grösste Gebäudekomplex der Stadt, bot die Halle auf 13.000 Quadratmetern Platz für rund 130 Verkaufsstände, die in erster Linie Grossverbraucher, zum Beispiel aus der Gastronomie sowie gewerbliche Wiederverkäufer (u.a. auch Markthändler) bedienten.
Die Grossmarkthalle, die im Frankfurter Volksmund auch "Gemieskerch" ("Gemüsekirche") genannt wird, steht seit 1984 unter Denkmalschutz. Zum 01.01.2005 wurde das Areal der einstigen Grossmarkthalle von der Stadt Frankfurt an die Europäische Zentralbank (EZB) übergeben. Bis 2011 soll hier der Neubau des Hauptsitzes der EZB entstehen. Die Funktion des Grossmarktes für den Grossraum Frankfurt übernahm 2004 das neu gebaute Frischezentrum Frankfurt im Stadteil Kalbach mit insgesamt 128.000 Quadratmetern Fläche, wovon die Verkaufsfläche 23.000 Quadratmeter einnimmt.
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