Geschichte der Frankfurter Wochenmärkte
von Jörg und Brunhilde Valtin
1. Die Vorgeschichte
Eine der gewichtigsten Veränderungen im Wirtschaftsleben des Mttelrheingebietes bedeutete zweifellos der rapide Aufstieg Frankfurts in der Staufferzeit, der die Verlagerung der Schwerpunkte aus der erzbischöflichen Civitas Mainz gegenüber der Mainmündung in die kaiserliche Messestadt zur Folge hatte.
Die eigentliche Stadtgeschichte Frankfurts beginnt im 12. Jh. Frankfurt ist erstmals kurz vor der Mitte des 12. Jhs. als Markt sicher bezeugt. Ab 1142 wird es in den Schriftquellen oppidum genannt.
Wenn wir vom Frankfurter Marktwesen sprechen, so denken wir nicht nur an die Märkte im engeren Sinne, nämlich die Wochen - und Sondermärkte, sondern auch an die von alters her für Frankfurt bedeutsamen Messen, die etwa ebenso alt sind wie der Wochenmarkt und Frankfurt seine besondere Bedeutung als Handelsstadt gegeben haben.
Wenngleich der Wochenmarkt, wie die Messe, zu den Hoheitsrechten des Deutschen Kaisers gehörte, so ist doch die letztere als der eigentliche Königsmarkt (nundinae regiae), wie sie in einer Urkunde aus dem Jahre 1229 genannt wird, der Wochenmarkt dagegen als ein davon zeitlich und örtlich getrennter Stadtmarkt zu betrachten.

Abb.1 Kaiserurkunde von 1229 (Frankfurter Stadtarchiv)
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