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13. Der Blumenmarkt


Ein besonderes Schicksal hatte der Blumenmarkt. Im Jahre 1872, als der im Jahre vorher versuchsweise als Zentralmarktplatz neu bestimmte Platz zwischen Hasengasse und Fahrgasse schon wieder zu eng wurde, ordnete der Polizeipräsident an, dass der Blumenmarkt ab dem 01.06.1872 auf der Südseite des Goetheplatzes abgehalten werden solle. Während der Dauer der an der gleichen Stelle stattfindenden Pferdemärkte sollte der Blumenmarkt auf dem Schillerplatz und dessen Vorraum stattfinden. In dieser Massnahme sahen vor allem die Gärtner eine Einschränkung, ja gar eine Bedrohung ihrer Existenz.

Ihre besten Kunden - so argumentierten sie -  kämen aus dem wohlhabenden Mittelstand, der auf dem neuen Marktplatz an der Hasengasse seine Einkäufe tätige und dem deshalb der neue Verkaufsplatz auf dem Goetheplatz ungelegen wäre.


Die das benachbarte Westend bewohnenden reicheren Leute hätten alle entweder selbst Gärten und Gewächshäuser oder wenigstens ihre bestimmten Blumenlieferanten. Nachdem man diese Gärtner auch durch eine Verlängerung der Verkaufszeit bis 18 Uhr täglich nicht beschwichtigen konnte, gaben Magistrat und Polizeipräsident schliesslich dem Drängen nach und gestatteten den Gärtnern den Blumenverkauf auf dem neuen Markt an der Hasengasse.

 


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